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Neben Style und Bequemlichkeitsfaktor achten die meisten Eltern auch zunehmend auf ökologisch unbedenklich und nachhaltig hergestellte Textilien bei der Auswahl von Kinderkleidung. Auch wir bei littlehipstar legen großen Wert darauf – sowohl beim Einkleiden unserer eigenen Kinder, als auch bei der Zusammenstellung der Produkte in unserem Shop. Doch welche Standards verbergen sich eigentlich genau hinter welchem Siegel?

Wir haben die wichtigsten Labels und Zertifikate zum Thema Nachhaltigkeit und Fairtrade für Euch zusammengestellt:

1) EU-Bio-Logo: kbA und kbT

EU Bio-Siegel

EU Bio-Siegel

Das Öko-Label der Europäischen Kommission setzt quasi an „Stufe 1“ der Fertigung von Kleidungsstücken an: nämlich den verwendeten Rohstoffen. Es erteilt Auskunft über die Herstellungsweise der verarbeiteten Textilfasern – also zum Beispiel der Baumwolle.

„kbA“ steht für „kontrolliert biologischen Anbau“ und gewährleistet, dass die verwendeten Fasern nach europäischen Bio-Standards angebaut wurden. Das heißt, es dürfen hier keinerlei chemischen Pestizide oder Düngemittel für den Anbau verwendet werden. Auch der Einsatz von genmodifizierten Pflanzen und Düngemitteln ist komplett verboten.

„kbT“ steht parallel dazu für  „kontrolliert biologische Tierhaltung“ und zertifiziert die artgerechte Haltung der Tiere, wann immer tierische Rohstoffe (z.B. Schafwolle) zur Fertigung der Textilien genutzt werden. Auch hier sind genmodifizierte Pflanzen als Futtermittel Tabu.

Aber Achtung: Dieses Label bezieht sich wirklich nur auf die Fertigung der Rohstoffe, es liefert keinerlei Aussage über die ökologischen und sozialen Standards der folgenden Verarbeitungskette!

2) Global Organic Textile Standard (GOTS)

GOTS-Siegel

GOTS-Siegel

Das GOTS-Zertifikat geht ein großes Stück über die Standards des EU-Labels hinaus: Das international etablierte Label für Öko-Textilien garantiert nämlich nicht nur die Verwendung von Bio-Materialien, sondern auch die Einhaltung ökologischer Standards bei ihrer Weiterverarbeitung. Bei der Herstellung von Kleidungsstücken, die das GOTS-Zertifikat tragen, wurden beispielsweise ausschließlich gesundheitlich und ökologisch unbedenkliche Farbstoffe, Bleichmittel und Imprägnier-Methoden verwendet.

Auch kleine Details wie Knöpfe, Reißverschlüsse und Stickereien müssen absolut unbedenklich sein. Das heißt, chrom- und nickelhaltige Produkte sind hier verboten, ebenso wie Kunstfasern.

Im Gegensatz zum vorher beschriebenen EU-Bio-Siegel verlangt das GOTS-Label auch hohe Sozialstandards, die zumeist deutlich über die landesüblichen Richtlinien hinausgehen. Bei Kleidungsstücken, die das GOTS-Zeichen tragen, kann man sich sicher sein, dass keine Kinder- oder Zwangsarbeit zu ihrer Herstellung genutzt wurde. Auch gerechte Löhne und Arbeitsschutz zählen zu den Bedingungen für die Vergabe. Die Einhaltung dieser Standards wird regelmäßig durch unabhängige Kontrollinstanzen überprüft.

Ebenfalls wichtig zu wissen: Es gibt nicht nur eine, sondern zwei Varianten des Siegels. Wenn das GOTS-Zeichen den Zusatz „Organic“ trägt, bedeutet dies, dass das Produkt aus mindestens 95 Prozent Fasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) bzw. Tierhaltung (kbT) bestehen. Andernfalls trägt das Logo den Zusatz „Made with xx % organic materials“ – es muss jedoch ein Anteil von mindestens 70 Prozent Bio-Fasern gewährleistet sein, damit das Label überhaupt vergeben wird.

 3) IVN Best

IVN-Siegel

IVN-Siegel

Das Label des internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN) gibt es seit dem Jahr 2000. Im Vergleich mit den anderen Labels verlangt es die höchsten Standardanforderungen und bezieht sich auf jeden einzelnen Schritt der gesamten Produktionskette. Es müssen zu 100 Prozent biologisch erzeugte Fasern eingesetzt werden und der Einsatz von Chemikalien ist extrem streng geregelt. Für Anbau und Verarbeitung definiert das Siegel Sozialstandards und garantiert existenzsichernde Löhne.

 4) Öko-Tex 100

Textiles Vertrauen - Öko-Tex Siegel

Textiles Vertrauen – Öko-Tex Siegel

Das Logo „Textiles Vertrauen“ ist kein Bio-Label, steht aber für gesundheitlich unbedenkliche Textilien. Schon Anfang der 1990er Jahre wurde der Oeko-Tex® Standard 100 als Antwort auf das höhere Informationsbedürfnis von Verbrauchern etabliert. Kleidungsstücke, die das Siegel tragen, wurden auf Schadstoff-Rückstände geprüft und halten die rechtlich bestimmten Grenzwerte für gesundheitlich unbedenkliche Stoffe ein. Allerdings gibt das Siegel eben nur Auskunft über die Rückstände, nicht aber über die Herstellungsbedingungen. Von allen vorstellten Zertifikaten ist das „Textile Vertrauen“ daher am weitesten verbreitet.

 5) „Organic Cotton“-Labels von Herstellern

Der Begriff Organic Cotton bzw. Bio-Baumwolle impliziert, dass mindestens die unter 1) erläuterten „kbA“ Standards eingehalten wurden. Je nach Label können die weiteren Standards aber variieren und es empfiehlt sich, hier genau hinzusehen bzw. auf der Website der jeweiligen Marken nachzuschauen.

 6) Fairtrade Certified Cotton

Fairtrade Siegel

Fairtrade Siegel

Das Fairtrade-Siegel garantiert, dass die verwendete Baumwolle ihren Herstellern zu einem fairen Mindestpreis abgekauft wurde und hat es zum Ziel, das Leben der Baumwoll-Bauernfamilien nachhaltig zu verbessern. Neben einem festgelegten Mindestpreis erhalten diese für ihre Textilfasern daher auch eine Prämie, die sie in Gemeinschaftsprojekte investieren können – zum Beispiel den Bau einer Schule oder eines Brunnens.

 Zur Vergabe des Siegels muss der Rohstoff gentechnikfrei und ohne den Einsatz bestimmter Pestizide angebaut worden sein. Das Label wird zudem nur vergeben, wenn auch in der weiteren Verarbeitungskette der Baumwolle menschenwürdige Arbeitsbedingungen nachweislich gesichert sind.

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