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Kinderkleidung richtig einkaufen

Die Welt hat sich gedreht. Sich auf den Kopf gestellt. Denn heutzutage zeigen die Kinder den Erwachsenen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Stichwort Greta Thunberg und Fridays for Future. Umweltschutz ist Trend. Bio buchstäblich in aller Munde. Endlich. Im Supermarkt ist es denkbar einfach: Bio-Produkte sind klar gekennzeichnet, haben meist eigene Regale. An der Kasse wird heute schräg angeguckt, wer eine Tüte kauft – vor ein paar Jahren wurde man noch „Müsli-Fresser“ genannt, sobald man den praktischen Jutesack zückte. Und beim Einkaufen wissen selbst die Kleinsten schon, das Plastik für die Tonne ist, und man statt zuckrigen Knickecken-Joghurts und zigmal verpacktem Obst lieber Joghurt im Pfandglas und light verpacktes Essen kauft. Mit Kleidung ist es etwas komplizierter – aber keine Sorge, wir zeigen Dir, worauf es beim Kleiderkauf ankommt.

Was ist eigentlich Baumwolle?  

Baumwolle

Bis vor ein paar Jahren hatte ich keine Ahnung, wie Baumwolle aussieht. Wie sie wächst. Ob sie überhaupt wächst. Wenn Baumwolle im T-Shirt stand, hatte ich ein besseres Bauchgefühl als bei „Schwester Polyester“ und war überzeugt: das kann gar nicht schlecht sein. Weit gefehlt, aber dazu später.

Baumwolle ist nicht das, was der Name verspricht. Weder wächst sie auf einem Baum, noch ist es Wolle. Die Baumwollpflanze ist ein Strauch, und es gibt mehr als 50 verschiedene Arten.

Bis zum 19. Jahrhundert wurde Kleidung meist noch aus Hanf, Nessel, Leinen oder Wolle hergestellt. Nur um dann in rasantem Tempo von der Baumwolle verdrängt zu werden. Denn Baumwolle ist unglaublich vielseitig – man nutzt sie für weiche Jersey T-Shirts genauso wie für widerstandsfähige Jeans. Sie ist bei hohen Temperaturen waschbar, langlebig und strapazierfähig. Sie ist saugstark, kratzt nicht auf der Haut, und lässt sich leicht einfärben. Aber so vielseitig, leicht zu verarbeiten und begehrt sie auch ist, für Mensch und Umwelt ist sie – zumindest konventionell angebaut – eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Warum sollten wir vorzugsweise Bio-Baumwolle kaufen? 

Immer mehr Menschen legen Wert auf gute, möglichst biologische Ernährung. Besonders Eltern wollen, dass ihre Kinder weitestgehend schadstofffrei aufwachsen. Mütter stillen, bereiten Babynahrung selber zu, achten auf Zuckergehalt und Bioqualität. Bei Textilien aber sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Dabei ist Baumwolle ein ständiger Begleiter in unserem Alltag. Wir tragen sie am Körper, trocknen uns mit ihr ab, und beziehen unsere Betten damit. Dennoch ist unsers Denke bei Baumwolle anders als beim Essen. Was seltsam ist, denn beiden liegt doch die gleiche Herkunft zugrunde: sie wachsen in derselben Erde, nutzen dieselbe Luft, dasselbe Wasser.

Konventionelle Baumwolle ist sehr anfällig, daher kommen beim Anbau Unmengen chemischer Stoffe wie Pestizide und Herbizide zum Einsatz, sowie Kunstdünger und genveränderte Hochleistungssorten. Die Folgen für Mensch und Natur sind extrem. Ein weiteres Problem ist, dass Baumwollpflanzen sehr durstig sind, im Anbau wie auch in der Weiterverarbeitung. Hier mal ein Beispiel: Um nur eine Jeans aus konventioneller Baumwolle herzustellen, bedarf es ca. 8000 Liter Wasser. Das entspricht einem halben Jahr täglichen Duschens.

Beim Anbau von Bio-Baumwolle, der oft von Kleinbauern getätigt wird, setzt man auf nachhaltige Methoden und verzichtet auf umweltschädigende, gesundheitsbelastende Praktiken. Bio-Baumwolle benötigt zwar auch viel Wasser, aber es wird einiges getan, den Wasserverbrauch so gering wie möglich zu halten. Kontrolliert biologisch angebaute Baumwolle wird von Hand und nicht durch Maschinen geerntet – giftige Entlaubungsmittel (Stichwort Monsanto), die vor der maschinellen Ernte notwendig sind, fallen somit weg. Auch setzt man beim Anbau auf Fruchtwechsel, um ein Auslaugen der Böden zu verhindern, und um natürliche Schädlingsbekämpfung zu betreiben. Kunstdünger und Gentechnik sind außerdem gänzlich untersagt.

Momentan wird leider gerade mal 1% der weltweit gehandelten Baumwolle biologisch angebaut. Der erste Schritt wäre also schon getan, wenn mehr Bio-Baumwolle hergestellt und verwendet würde.

“Each item of clothing that we buy, from our socks our t-shirts, to our favorite pair of jeans, has a story. And for us to have a sustainable future, that story needs to start with each and every one of us.” Alexandra Cousteau

Filmemacherin und Umweltaktivistin

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Bedeutet Bio-Baumwolle gleich Bio-Kleidung? 

Nein, denn das Bio-Siegel verrät uns nur etwas über den Anbau der Faser, nicht aber darüber, was danach so alles passiert. Hier kommen weitere Kürzel ins Spiel, auf die man zusätzlich beim Kauf achten sollte. Zwei Standards sind hierbei besonders bedeutend: GOTS und FAIRTRADE.

GOTS – Was bedeutet das? 

Das GOTS Siegel steht für Global Organic Textile Standard und ist die weltweit führende Zertifizierung für nachhaltige und umweltfreundliche Weiterverarbeitung von Textilien. An die gesamte Produktionskette werden hohe Anforderungen gestellt – vom unbedenklichen Garn bis hin zur PVC freien Verpackung sind alle umwelttechnischen Kriterien der Textilverarbeitungs- und Lieferkette streng definiert. Aber auch der soziale Anspruch ist Teil des Siegels und dient dem Schutz der Arbeiterinnen und Arbeiter in den Produktionsstätten.

Und was genau ist FairTrade?

Laut Fairtrade ist dieses Siegel in erster Linie ein Sozialsiegel und kein eigenständiges Umweltsiegel. Diese Zertifizierung gewährleistet, dass die Arbeitsbedingungen und Löhne der Baumwoll-Bauern sozialen Richtlinien folgen. Aktuell wird das Fairtrade-Textilsiegel neu entwickelt. Bald schon soll es zusätzlich zum Fairtrade Textilstandard ein Textilprogramm geben, das sich der gesamten Textillieferkette widmet. Ziel der Neuerung ist es, die Arbeitsbedingungen und Löhne der Arbeiterinnen und Arbeiter in der gesamten Verarbeitungskette der Textilbranche zu verbessern und ihre Rechte zu stärken.

Alle müssen umdenken – auch Du!

Bio-Baumwolle, GOTS und Fairtrade sind wichtige Faktoren in Bezug auf Nachhaltigkeit von Textilien. Aber nicht nur Unternehmen und Farmer müssen umdenken, denn letztendlich entscheidet der Konsument – also Du – wo die Reise hingeht. Und es gibt noch viele weitere Zertifizierungen, die Mensch und Natur – und somit unseren Kindern – zugutekommen. Ob recycelte Materialien, FSC zertifiziertes Holz, oder die durch den Blauen Engel dokumentierte Umweltverträglichkeit von Produkten. Mit jeder Kaufentscheidung leistet der Kunde einen bewussten und wesentlichen Beitrag zu einer hoffentlich nachhaltigeren Zukunft.

Wir bei littlehipstar legen großen Wert auf möglichst nachhaltig produzierte, biologische oder fair gehandelte Produkte. Aber wir nutzen auch alternative Wege, um ökologisch zu handeln. Stichwort: Langlebigkeit. Die Kleidung, die wir verkaufen, ist eher Unisex und kann so problemlos auch von Geschwistern weiter geliebt werden. Wir folgen keinen kurzlebigen Trends, keiner schnelllebigen Mode. Viele Produkte haben nicht nur einen Nutzen, sondern können vielseitig – und daher länger – eingesetzt werden. Und wir versenden in hübschen Kartons, die sich zu Hause wunderbar weiterverwenden lassen. Denn wie sagt man so schön: Every little helps.

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